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City of Sails

Moin,
 
mal wieder das Neueste aus der "City of Sails" am Ende der Welt.
Als erstes mal: Ich hab es geschafft mir heute einen Sonnenband zu holen. Kennt ihr diese Fahrräder in Deutschland von der Bahn? Die immer überall rumstehen und man per Telefon mieten kann, aber auf denen niemals einer fährt? Ich hab zumindest noch nie einen Menschen darauf gesehen. So etwas gibt es hier auch und ich hab mich angemeldet. Danach bin ich etwa 8 Stunden damit durch die Gegend gefahren und hab mich verbrannt. Unterwegs war das gar nicht so schlimm. Lag wahrscheinlich erstens am Fahrtwind und zweitens daran, dass es gar nicht so heiß war. Außerdem ziemlich bewölkt. Im Hostel hab ich mich erstmal geduscht und dabei ist mir aufgefallen, dass es doch nicht ganz so wenig ist, wie ich am Anfang dachte. Bin gespannt, wie das morgen wird. Ich bin ja eigentlich gar nicht so anfällig für Sonnenbrand. Aber sonst hat meine Haut auch monatelang Zeit, sich an die Sonne zu gewöhnen, wenn ich ab März nur noch T-Shirts trage.
Per Rad habe ich meine Steuernummer beantragt, hab mich mehrmals in Auckland verfahren, weil ich keine Karte hatte und auch keine Ahnung wo das war, nur eine grobe Richtung (Kann man das dann eigentlich verfahren nennen?). Unter anderem musste ich mit der Fähre durch die Bucht, weil die Autobrücke, wo ich eigentlich rübermusste ausschließlich eine Autobrücke ist... Aber so hatte ich auch eine gute Aussicht. Wie überall am Wasser hier. Jetzt weiß ich auch, weshalb diese Stadt den Spitznamen "City of Sails" trägt. Die Steuernummer  brauche ich zum Arbeiten, da ich ansonsten 42% Abgaben zahlen muss.
Danach bin ich dann auf gut Glück losgefahren in Richtung Mt. Smart Stadium, wo in drei Wochen das Big DayOut Festival stattfindet. Die Karte hab ich schon. Natürlich hab ich mich total verfahren und musste mir an einer Tanke erstmal eine Karte kaufen. Nach Autos hab ich auch geschaut, aber nur ein einziges Auto gefunden, das meinen Ansprüchen gerecht wird, aber das war auch mal eben 5000$. Aber ich bin im StudiVZ noch an einigen Autos dran.
Zu Samstagabend gibts noch Interessantes zu erzählen. Ich war ein Stockwerk über meinem Raum, weil da die Internetverbindung besser ist und hab einige Leute kennengelernt. Hauptsächlich Brasilianer. Naja, wir haben Bier getrunken, waren um 10 Minuten vor eins noch beim Laden um Bier zu kaufen, weil in NZ zwischen ein und sechs Uhr nachts kein Alkohol verkauft werden darf. Deshalb waren wir auch um 6 nochmal dort. Witzig. Um zehn gings dann auch endlich mal ins Bett. Die spinnen die Brasilianer. Zum Glück hat das Bier hier bedeutend weniger Alkohol, als in Deutschland. Somit war auch mein Sonntag verpennt. Jetzt hab ich meinen Körper komplett überlistet. Sowieso schon im Jetlag sollte man genau solche Sachen machen und in der Nacht feiern und am Tag schlafen. Da kommt der Körper nie in einen Rhytmus.
Und was mit vor allen Dingen aufgefallen ist bzw. immer klarer wird:
Alles klappt.
Das hab ich natürlich auch schon von vielen anderen Backpackern gehört, aber dass alles so einfach ist, hätte ich nicht gedacht. Hostels gibt es überall, für 10€ kann man ohne Probleme übernachten, wenn man keine großen Ansprüche stellt. An der Sprache hapert es auch nicht. Mein Englisch ist nicht gerade gut, aber die meisten anderen können genauso gut schlechtes Englisch wie ich. Mal besser, mal schlechter. Und den anderen gehts genauso wie mir, alle suchen Anschluss und wollen sich mit irgendwelchen anderen Leuten unterhalten. So kann man schon günstig Urlaub machen. Alleine, zu zweit, zu mehreren. Es gibt ja auch Einzel- und Zweibettzimmer. Sogar in China wo ich die Sprache nicht verstanden habe, hat es geklappt. Witzig.
OK, jetzt werde ich mich mal aufmachen.
Ach ja, Fotos kommen jetzt auch wieder, aber es sind nur ein paar Panorama Fotos von Auckland.
 
Bis zum nächsten mal
Chriss
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