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Häppi niu Jier

Ein frohes neues Jahr zweitausendundneun wünsche ich euch,
 
hier gabs das ja schon früher, nach deutscher Zeit um zwölf Uhr mittags. Dafür wird mein neues Jahr zwölf Stunden länger, als eures (sofern ich mich nächstes Silvester in der deutschen Zeitzone aufhalte).
Es gibt eigentlich gar nicht viel zu erzählen, aber ich sitze im Internetcafe, langweile mich und somit schreibe ich, was mir so einfällt. Sogar die Küche im Hostel habe ich aufgeräumt. Und als ich fertig war, habe ich mich darüber geärgert, nichts mehr zu tun zu haben.
Mein Silvester war etwas fad. Die Geschichte dazu kann ich erzählen, ist aber auch nicht so interessant:
Über studiVZ haben sich ein paar Deutsche einen Treffpunkt abgemacht. Dort waren wir dann zu dritt. Einen Schotten haben wir noch zufällig getroffen, der sich uns angeschlossen hat. Wir haben was gegessen, dann sind wir zu dem Schotten ins Hotelzimmer gegangen, weil man ja keinen ganzen Abend in einer Bar bezahlen kann. Vor allem der Schotte meinte, dass er viel trinken will. Allerdings war der auch sehr schnell sehr hinüber. Und aus dem netten, witzigen Schotten wurde ganz schnell ein betrunkener, nerviger Prolet. Das hat mich geärgert.
Zu Mitternacht waren wir dann auf der Straße, wie gefühlte andere Millionen Menschen auch. Das öffentliche Feuerwerk vom Skytower hat sich in Grenzen gehalten, aber war auch nicht schlimm. Gegen halb eins haben wir eine Bar gesucht, waren in mehreren drin, aber immer passte etwas nicht. Eine Ska und Reggae-Bar hat mir sehr gefallen, war chillig, aber der Schotte war nicht angetan, dafür hat der uns in einen Nachtclub geführt. Das hat mir wiederum überhaupt nicht gefallen. Eben eine Disco. Laute RnB Musik, aufgestylte Leute, 30 Grad und feuchtwarm. Dort habe ich es sowas von gar nicht ausgehalten, dass ich nach Hause gegangen bin. Das war schon so gegen halb zwei. Der Schotte hat mir irgendwie den Abend verdorben. Anfangs dachte ich, dass es ein witziger Typ sei, aber nach ein paar Bier nicht mehr und in der Disco war es ganz vorbei.
Na gut, im Hostel waren noch einige Leute, mit denen saß ich dann noch einige Zeit dort. War doch noch ganz witzig, aber eben auch nichts Besonderes. Muss ja auch nicht.
Eben habe ich im Internet etwas Witziges gefunden. Es ging um das leidige Thema des Neujahrskaters und bezogen auf die Wirkung alkoholischer Getränke stand dort:
"Besonders heftig wirken kohlensäurehaltige, warme und zuckerreiche Getränke(...)."
Interessant, da bleiben also nur noch Wein oder purer Schnaps über 30%, weil alles andere entweder Kohlensäure oder viel Zucker enthält . Z.B. Bier, Cola zum Mischen oder dieses ganze süße Likörzeugs.
Heute abend kommt Team America hier im Fernsehen, witzig. Den werde ich mir anschauen. Und im Moment lade ich mir zum zweiten Mal "Command & Conquer, Alarmstufe Rot" runter. Großer Schwachsinn, da ich sicher bin, dass ich letztes Mal alles richtig gemacht habe bei der Installation. Meiner Meinung ist der Rechner dafür nicht ausgelegt, hier läuft ja nur eine abgespeckte Version von Windows XP. Von der Leistung muss die zwar ein 13 Jahre altes Spiel stemmen können, aber abgespeckt bedeutet ja eben auch, dass etwas fehlt und vielleicht braucht das Spiel genau das. Interessant, dass MS eigentlich kein Windows XP mehr verkauft, aber Vista nur in einer Vollversion anbietet. Also dort ist die Möglichkeit einer abgespeckten Version nicht gegeben. Und gerade bei Netbooks mit Flashspeicher, wie dem meinen, ist die Leistung sehr begrenzt. Vista läuft hier gar nicht drauf, also muss MS doch noch XP anbieten und eben auch den Support (Linux führt ja immer noch ein Nischendasein). Ich hab vor kurzem gelesen, dass das Segment der Netbooks im Moment rapide wächst. Erst kam es ausschließlich auf die CPU-Geschwindigkeit an, dann wollte jeder die beste Grafikkarte haben und jetzt merken wir alle, dass mit Ausnahme der Hardcore-Gamer kein Mensch seine Ressourcen ausnutzt. Klein und mobil muss alles sein. Dieser Rechner langt auch absolut, um alles zu machen, was ich will.
Im studiVZ habe ich eben auch al etwas ge"StaSi"t, allerdings schaue ich mir die Profile der Leute gar nicht an. Eigentlich sind mir die Leute dazu sogar vollkommen egal. Ich lese mir ausschließlich Gruppen durch, weil es so viele witzige Gruppen gibt. Nur eintreten kann ich in keine, das würde meinem Profil nicht gut stehen. Wenn ich wieder in D bin, möchte ich ja schließlich einen seriösen Job haben. Und die Personaler geht mein Lieblingsbuch oder mein Musikgeschmack nichts an. Meine Einstellung sollen die doch bitte im Vorstellungsgespräch und nicht durch meine Gruppen herausfinden.
Ich habe nämlich extra meine Seite im StudiVZ so schlicht gehalten, um mich informationspolitisch nicht völlig zu entblättern. Aber schreibe einen Blog, in dem ich quasi alles preisgebe, was ich denke und erlebe. Konsequent.
Aber gut. Einstellungen besitzt man ja meist nur aufgrund von Vorurteilen. Und Prinzipien, die man glaubt zu haben, wirft man im nächsten Fall, der nur ein klein wenig anders ist, wieder über Bord. Wenn man sich Prinzipien zuschreiben und strikt danach leben würde, wäre es auch ganz schön anstrengend. Und die meisten Menschen, die so etwas tun sind... Ehrlich, gradlinig und meist nicht gesellschaftsfähig. Den meisten Künstlern schreibe ich diese Eigenschaft zu. Im Slang könnte man solche Menschen auch Freaks nennen.
Jetzt reichts, ich fange ja schon an zu philosophieren.
Schlaft euch aus. Wir lesen uns. Schreibt mal mehr Kommentare.
Chriss
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J
Ja gut, frohes neues Jahr!!!<br /> Das mit dem Küche aufräumen und sich dann ärgern nix mehr zu tun zu haben hätte von mir kommen können. Genau mein Humor.<br /> Von Silvester bei Maik in MGB hast du sicher schon gehört. Standart halt: Alle betrunken, morgens Frühschoppen, zwischendurch etwas schlafen und extrem viel Mist labern.<br /> Also viel Spaß noch und so,<br /> Jörn
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K
Hey Chriss!<br /> Frohes neues Jahr und alles andere, was man eben zum Jahreswechsel anderen wünscht. Hab gestern ein paar Bilder von Silvester in Auckland gesehen. Immer wieder seltsam, wenn mir so der Zeitunterschied bewusst wird. Silvester wird überbewertet. Wäre wohl auch eher in der Ska-Bar geblieben. Lieber alles schön gemütlich haben als "die größte Party meines Lebens"... <br /> Wie gehts bei dir weiter? Schon eine Stadt ins Auge gefasst?
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