Hi,
hier kommen die neuesten News von meiner Reise. Und außerdem der erste Artikel aus dem schönen Auckland. Aber der Reihe nach. In Peking ist alles gut gelaufen. Mit U-Bahn zum Fluhafen, Check in, Sicherheitscheck... Dann war ich am Gate und hatte Durst. Flüssigkeiten darf man ja nicht mit durch die Sicherheitssperre nehmen, also hatte ich nichts dabei. Aber dafür gibts ja Geschäfte, die hinter der Sperre glücklicherweise auch noch Duty free sind. Kaufe ich mir also eine Fanta für drei Yuan (~40Cent). Eine ganz normale 0,33L-Dose Fanta, wie wir sie aus Zeiten vor dem Dosenpfand auch noch kennen. Musste ich übrigens mit Kreditkarte zahlen, da ich mit meinem Bargeld genau auf 1 Yuan war. Aber war ja auch so geplant. Natürlich war ich viel zu früh, aber bei Interkontinentalflügen soll man ja früh da sein. Also hatte ich nach der Fanta irgendwann wieder Durst und kaufe mir eine Flasche Wasser. Eine ganz normale 0,5L-Plastikflasche Evian für 18Yuan (~2€). Kann mir das irgendwer erklären. Da bekommen die Getränke doch eine ganz andere Wertigkeit. Der Flug selber war uninteressant. Ein 13 Stunden langer Flug halt. Langweilig. Und im Flugzeug kann ich überhaupt nicht schlafen. Etwa auf zwei Stunden bin ich gekommen. Dafür kenne ich jetzt Hellboy 2, Die Mumie 3 und Wall-E. Um 17 Uhr Ortszeit in ich hier angekommen, es waren etwa 25Grad und leicht bewölkt mit Schäfchenwolken. Also richtig schön, nicht zu warm, nicht zu kalt. Nur muss man natürlich nicht nur die absolute Temperatur von 25 Grad sehen, sondern auch die relative. Und die sagt, dass es 30 - 35 Grad mehr sind, als im Durchschnitt der letzten zwei Wochen. Das wiederum ist zu warm für mich. Nach wenigen Minuten war ich durchgeschwizt, vor allem mit meinem Rucksack. Aber in einer oder zwei Wochen habe ich mich da auch dran gewöhnt. Ich kann und will mich wirklich nicht übers Wetter beschweren. Heute hats hier sogar geregnet. Warmer Sommerregen mit dem dazugehörigen Geruch. Es war der erste Niederschlag für mich seit zwei Wochen, aber wirklich nur wenig getröpfelt. Eher als Erfrischung als als störend empfunden (Crazy Satz).
Nach der Landung habe ich dann erst einmal einen Geldautomaten gesucht, weil egal, was ich mache, Geld brauche ich auf jeden Fall. Es gibt einen Automaten der Westpack im Flughafengebäude, bei dem ich mit meiner Deutschen Bank Card umsonst Geld abheben kann, aber der war natürlich Out of order. Also habe ich wohl oder über meine Euro in NZ$ getauscht und dafür Gebühren bezahlt. Dafür gibt es einen Shuttlebus vom Flughafen in de Stadt, da habe ich dann wieder Geld gespart. Auf dem Flyer des Busses ist auch eine Karte der Innenstadt mit den Haltestellen. Da habe ich zufällig meine Straße gefunden, also brauchte ich noch nicht einmal ein Taxi zum Hostel. Bestens.
Zum Hostel gibts auch eine Menge zu erzählen. Gebucht habe ich ein Zimmer im 8er-Raum, aber aus irgendwelchen Gründen haben die mich für das erste WE in eine quasi WG gepackt. Montag muss ich umziehen in ein großes Zimmer, aber hier ist es richtig gut. Wie in einer WG. Hier sind vier Zimmer, in jedem steht ein Doppelbett oder zwei kleine Betten und wir teilen uns ein Wohnzimmer, ein Badezimmer und eine Küche. Ich bin als einziger alleine im Zimmer, aber in ein Doppelbett hätten die mich ja auch nicht mit noch einem zusammenstecken können. Die anderen Zimmer sind belegt mit zwei Australierinnen, einem Typen und einer Frau aus Chile und im vierten wohnt ein Pärchen (Frau aus Deutschland, Typ aus Südafrika). Gestern abend habe ich nicht mehr viel gemacht. Einkaufen, etwas organisieren und trotzdem erst um 3 Uhr nachts ins Bett gehen, weil ich erstens Jetlag habe und außerdem noch total aufgedreht war. Somit habe ich auch scheiße geschlafen, aber egal. Heute gings dann weiter mit dem organisieren. Ich hab jetzt ein Bankkonto bei der Bank of New Zealand und eine eigene neuseeländische Handynummer. Es gibt nur zwei Handynetze hier, Telecom NZ und Vodafone NZ und wie ihr vielleicht wisst, habe ich einen großen Hass auf Vodafone. Aber Telecom NZ bietet keine einzelnen SIM-Karten an, nur in Verbindung mit einem Handy, die bei 150NZ$ anfangen. Und ich habe mein Handy aus Deutschland extra dafür mitgenommen. Auch als Nummernspeicher. Und so groß ist mein Hass auf Vodafone dann auch nicht. Also besitze ich jetzt eine SIM-Karte von Vodafone mit der Nummer:
0064 (0) 211 522842
Dort könnt ihr mich auch fast immer erreichen. Was euch ein Anruf kostet müsst ihr schon selber rausfinden. Bedenkt den Zeitunterschied von zwölf Stunden, wenigstens ist es leicht umzurechnen.
Und kurze Hosen habe ich mir gekauft, das musste sein. Klugerweise habe ich nämlich keine mitgenommen und hier brauche ich unbedingt welche. Mal schauen, was ich noch brauche. Einen Steckdosenadapter hab ich mir gekauft, weil die europäischen Stecker hier nicht in die Steckdose passen, immerhin haben die auch 230V, wie wir.
Die Stadt ist sehr europäisch, sehr grün und riesig von der Fläche. Es gibt kaum richtige Hochhäuser, ab dem fünften Stockwerk ist meistens Schluss. Und im Internet habe ich gelesen, dass die Briten für Grundstücke immer die gleiche Größe genommen haben, auch für Einfamilienhäuser. Und zwar 100m * 1.000m. Das sind mal eben 100.000m² Grundstück pro Einfamilienhaus. Schaut mal in ein deutsches Wohngebiet, wieviele Häuser auf solch eine Fläche passen. Ich hab im Moment keine Vorstellung, aber die Grundstücke sind keine 1.000m². Das führt hier natürlich zu einem unglaublichen Platzverbrauch (und den damit verbundenen Infrastrukturproblemen). Aber auch zu einer schönen grünen Stadt. Daran, dass die auf der "falschen" Seite Auto fahren, kann ich mich noch nicht gewöhnen. Wenn ich über die Straße gehe, schaue ich immer noch zuerst in die falsche Richtung. Witzig wirds, wenn ich ein Auto habe. ach ja, das steht als nächstes an. Ich muss mir ein Auto besorgen und eine Steuernummer, ohne die ich hier nicht arbeiten kann.
So, das als erste News aus Kiwiland. Der erste Eindruck ist super. Ich freue mich hier zu sein. Vor allem nach dem doch kulturell völlig unterschiedlichen China.
Bis zum nächsten mal.
Chriss