Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Werbung

Shenyang

Hallo Deutschland,

ich melde mich mal wieder. Diesmal aus Shenyang. Das ist eine Stadt im Nordosten Chinas, etwa 700km nordöstlich von Peking und 70km nordwestlich der nordkoreanischen Grenze. Markus arbeitet hier. Da ich eine Mail mit einer Frage bekommen habe nochmal zur Erklärung: Markus ist ein Freund von mir, der in Shenyang sein Praxissemester bei einem deutschen Automobilzulieferer macht. Und da China quasi auf dem Weg liegt, zwischen Deutschland und Neuseeland bot sich das geradezu an. Markus besuchen, Sightseeing und ganz allgemein China sehen. Ist echt interessant.
Auf jeden Fall bin ich jetzt in Shenyang. Hier leben 7 Mio. Menschen. Es gibt in China über 50 Städte mit über einer Million Einwohner. Und wieviel kennt man? Ich genau vier, ok mit Shenyang jetzt fünf. Peking, Hongkong, Shanghai und Macau. Wobei Hongkong und Macau als ehemalige britische Kolonien und Peking als Hauptstadt einen Sonderstatus genießen. Von wegen Berlin und Hamburg.
Markus wohnt hier im 17. Stock von 33 Haus direkt in der City neben der Einkaufsstraße. Mit WalMart nebenan, wo ich auch schon eben war und uns das Abendessen gekauft habe. Die Wohnung ist echt schön. Man könnte was dran machen, aber er ist ja nur 6 Monate hier und es reicht vollkommen.
Gestern habe ich es geschafft nicht aus der Wohnung zu kommen. Die Tage davor haben mich doch sehr geschafft. Heute war ich dann mit Markus bei seiner Firma, hab mir das angeschaut und war mit dem Sekretär bei der Polizei. In China muss man sich als Ausländer bei der Polizei melden, wenn man länger als 24 Stunden an einem Ort ist. Hotels und Hostels machen das automatisch, deshalb das Hin und Her mit Markus' Pass. Wenn man aus irgendeinem Grund mit der Polizei zusammenkommt und man ist nirgendwo gemeldet, gibts Probleme. Naja, eine Geldstrafe, aber wie im vorherigen Artikel schon geschrieben, möchte ich keinen Ärger mit irgendwelchen Behörden haben. Danach musste der Typ zur Bank, um irgendwas für die Firma zu machen und ich bin mitgekommen, weil ich Geld wechseln wollte. Die konnten Geld wechseln, aber der richtige Mensch war nicht da. Hab ich nicht verstanden, an der Sprache kanns ja nicht gelegen haben, ich hatte ja einen Chinesen dabei. Die Formalitäten waren endlich erledigt ud ich bin etwas durch die EInkaufsstraße hier gelaufen, auch um eine Bank zu finden. Hat auch geklappt mit dem Wechseln.
Bei der Einkaufsstraße ist mir aufgefallen, dass sie sich icht besonders von einer deutschen unterscheidet. Natürlich andere Geschäfte, teilweise aber auch die gleichen. Es gibt hier wohl eine Menge Menschen, die sich einiges leisten können. Sieht man auch an den Leuten und Geschäften. Allerdings gibts es auch eine noch größere Menge an Menschen, die sich nichts leisten können. Naja, es sind ja auch insgesamt eine sehr große Menge an Menschen hier. Die Straßenhändler verkaufen komisches Zeugs und die Seitenstraße sehen so aus, als ob man dort nicht unbedingt durch will, ist aber alles nicht großartig bemerkenswert. Da Shenyang nicht so die große Touristenstadt ist (im Gegensatz zu Peking), fehlen hier auch die Leute, die 17 Worte Englisch einstudiert haben um mir Krams zu verkaufen. Daran musste ich mich in Peking gewöhnen, dass ich immer "Sir" war. Wie erhebend.
Die Autos fahren hier genauso schlimm. Dort wo Platz ist, mit der Hupe voran, aber das ist ja auch nichts Besonderes.
Im Gegensatz zu Peking gibt es hier allerdings Bettler. Ich denke, dass es in Peking dafür Polizei und Armee gibt, eben wegen den Touristen. Da stellt sich mir die Frage, ob man was gibt oder nicht. Die haben es ja wohl so richtig bitter nötig, nicht so wie in Deutschland. Und Mitleid habe ich mit denen nicht zuwenig. Man kann also etwas mit dem Gefühl geben, ETWAS getan zu haben und einen Menschen für kurze Zeit glücklich/satt... gemacht zu haben. Und gerade Münzen tun hier keinem Europäer weh. Die größte Münze ist 1RMB (~12Cent). Andererseits wird man absolut nichts an der Situation an sich ändern und ich habe noch eine andere Angst. Wo ein Bettler ist, sind meist noch mehrere und wenn ich einem was gebe, bedrängen mich die anderen. Von Markus hab ich gehört, dass Mao gegen jede Art von Almosen war, deshalb sind Bettler für die Chinesen nur Abschaum und bekommen nichts. Naja, ich werde mich zu einer Entscheidung durchringen. Wahrscheinlich zu der, meine Münzen bei denen abzuliefern.
Geld bekommt hier sowieso ein ganz andere Bedeutung. Das Preisniveau in Restaurants und in der Abendgestaltung ist auf europäischen Niveau, aber Straßenhändler kosten nichts. Und der durchschnittliche Chinese kommt auch mit bedeutend weniger aus. Ihm bleibt ja auch nichts anderes übrig. Und weil der Umrechnungskurs etwa 1/8 ist, hat man das Portmonaie voller Geld. Der kleinste  Schein ist 1RMB ebenso wie die größte Münze, aber die Münze benutzt eigentlich keiner. Und sonst gibt es nur zwei Arten von Münzen: 1/2RMB und 1/10RMB, die aber auch kaum einer benutzt, weil alle Preise auf volle RMB gerundet sind. Eine Kopie hat 1,2RMB gekostet, aber sonst...
So, dafür, dass ich nur mal eben eine Kleinigkeit schreiben wollte, ist es ganz schön viel geworden. Übrigens ist mein Blog hier gesperrt. Ich kann also Artikel schreiben und veröffentlichen, nur ansehen kann ich mir meinen eigenen Blog nicht.
Bis zum nächsten mal. Dann ist bestimmt wieder etwas passiert. Jetzt habe ich ja nur einige Allgemeinheiten verbreitet.
Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
K
... war ja klar, das du deinen eigenen blog in china nicht aufrufen kannst ! oh man ... brunsen zensiert - hehehe ! <br /> <br /> beste erstmal weiterhin & take care !!!
Antworten