Hi,
ein paar Sachen.
1. Mir ist aufgefallen, dass Westerwelle immer nur kritisiert wird. Erst ist er der Buhmann, weil er - als Außenminister - polarisiert (Spätrömische Dekadenz), dann ist er der Buhmann, weil er nichts mehr sagt, hier aber als Vizekanzler tituliert. Allerdings kann ich persönlich den auch nicht leiden. Für mich ist der immer noch der Projekt 18-, Big-Brother- und Guidomobil-Guido. Ein Schreihals wie Lafontaine, Roth oder Gabriel. Also in der Opposition gut aufgehoben.
2. Ich wollte den Streit USA - EU kommentieren, weiß aber gerade nicht, was ich dazu schreiben soll. Keiner weiß, welches Konzept besser ist. Ich persönlich habe ja schon im letzten Artikel klargemacht, dass mir ordentliche Staatsfinanzen wichtig sind, aber das heißt ja nichts... Außerdem müssen die USA auch bald sparen. Fragt sich nur wann und wo.
Eine witzige Anekdote: Auf http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,703122,00.html steht, dass Obama den britischen Premier Cameron in seinem Helikopter vom G8-Gipfel zum G20-Gipfel mitgenommen hat. Und Cameron soll gesagt haben, dass er leider dafür nichts bezahlen kann, weil Großbritannien sparen muss. In dem Klima zwischen Konjunkturprogrammen (USA) und sparen (EU) ist ein solcher Kommentar sehr provokativ. Ach ja, G20-Gipfel. Wieso veranstaltet man solche Treffen in einer großen Stadt (Toronto). In kleinen Städten wäre es leichter. Und am besten immer am gleichen Ort. Mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos als Vorbild. Abgeschieden auf einem Berg oder in der Wüste oder auf einer Insel. Man bräuchte viel weniger Sicherheitskräfte, es gäbe nicht soviel kaputtzumachen und es kämen sowieso weniger Demonstranten. Und wenn es immer am gleichen Ort stattfände, könnte man gleich langfristig einen Veranstaltungsort "bauen" (ihn den Erforderlichkeiten anpassen).Aber dann heulen wieder Leute rum, dass die Politik das Volk ausschließt und es gar nicht hören will usw. Dann lieber 700 Mio. € für Sicherheit ausgeben...
3. Ich mag Italiener nicht. Das hat nichts mit Fußball zu tun, sondern mehr mit Politik, Wirtschaft, Lebenswandel allgemein. Insofern ist meine Sicht extrem subjektiv, aber es ist "bewiesen". Ich habe diese Woche eine Frau in Köln getroffen, die ich aus Neuseeland kenne. Mit der habe ich Kiwis gepflückt... Aus Malaysia. Sie hat eine Europatour gemacht, England, Frankreich, Italien, Österreich, Tschechische Republik, Deutschland, Niederlande. Wir haben Italien - Deutschland verglichen und sie meinte, dass in Italien alles laut, nervig und dreckig ist, während in Deutschland alles aufgeräumt, sauber, entspannter und die Leute höflicher sind. Un sie ist weitestgehend vorurteilsfrei. Also: Mein Vorurteil bewiesen