Moin, moin,
es ist mal wieder Zeit...
Angefangen mit einer waghalsigen These: Für die Wirtschaft in den Industrieländern sehe ich schwarz. Und zwar für fast alle:
Die Wirtschaftskrise ist beinahe überwunden.
Die Finanzkrise… Naja, was man sich auch immer darunter vorstellt. Die Banken kommen schon wieder auf die Beine die allgemeine Wirtschaft (unter den jetzigen Bedingungen) auch, aber die Staaten nicht. Wir befinden uns (meiner Meinung nach) im Aufschwung, aber der müsste mindestens zehn Jahre dauern, um die Nachwirkungen der Krise auch nur im Ansatz vergessen zu machen. Die gesamte Wirtschaft hängt doch an niedrigen Zinsen und einer riesigen Staatsverschuldung in quasi allen Industrieländern. Die niedrigen Zinsen können (und werden) wieder angehoben werden, aber das verteuert den Schuldendienst und macht die hohen Schulden untragbar. Und das gilt sogar für Deutschland. Wie soll es dann erst für Japan, die südeuropäischen Staaten oder die USA ausgehen? Die Notenbanken versuchen ja alles, um die Schulden zu entwerten, aber trotz allen Geldes will die Inflation einfach nicht anspringen… Und was passiert, wenn die ersten großen Staaten ihren Schuldendienst nicht mehr leisten könne, möchte ich mir gar nicht ausmalen.
Leider habe ich auch keine Lösung, wie das Problem angegangen werden kann. Wenn selbst ich die Lösung wüsste, wäre es kein so großes Problem. Die Lösung kennen immer nur die Schreihälse, die ihren Senf mithilfe von Kommentaren zu den Wirtschaftsartikeln in „Die Welt“ oder „Handelsblatt“ geben. Wobei die manchmal gar nicht so unrecht haben:
- Ja, Steuerhinterziehung und Steuerflucht müsste weltweit bekämpft/verboten/erschwert werden.
- Ja, die Staaten haben zu große Schulden gemacht und sind selber schuld. Speziell in Südeuropa müssen das jetzt die „kleine Leute“ ausbaden, weil „die Großen“… siehe erster Punkt.
- Ja, die Banken (und andere Finanzvehikel) haben einfach zu viel Macht. Auch dieser Punkt ist eng verstrickt mit dem ersten Punkt. Ebenso, wie es kein globales Steuerrecht gibt, gibt es auch keine einheitliche Regulierung auf der Welt, was uns zum nächsten Punkt bringt.
- Die Staaten sind Getriebene der Märkte und Unternehmen. Während die Unternehmen global aufgestellt sind und sich das beste aller Welten (Länder) aussuchen können, sind Staaten naturgemäß auf ihr eigenes Territorium begrenzt.
- Und neben dem regionalen Ansatz kommt noch der zeitliche: Die Staaten können nicht so schnell Regeln und Grenzen schaffen, wie sich die Welt ändert.
Aber wie soll dieses Dilemma angegangen werden? Theoretisch wäre eine Weltregierung wünschenswert, aber das ist ebenso unrealistisch, wie die Träumer seit jeher den Kommunismus als die beste Staatsform sehen. Stimme ich voll und ganz zu, klappt nur nicht…
So, das ist doch mal ein angenehm kurzer Artikel mit einigen klaren Aussagen und wenig BlaBla.
Gruß
xyz