Hallo again,
how r u? Planänderung. Gestern abend waren wir mit einigen Leuten vom Hostel in einer Bar, weil ein Gast von hier dort arbeitet. Die haben uns komplett abgezockt. Wir mussten Eintritt bezahlen. Das hat zwar vorher keiner ausgeschlossen, ist aber ungewöhnlich für einen Tag in der Woche. Viel schlimmer war, dass wir die einzigen waren, die Eintritt gezahlt haben. Alle anderen Leute, die nach uns kamen, haben nichts bezahlt. Das macht das Hostel sehr unsymphatisch. Naja, aber die Live-Raggae-Musik war gut und ich habe witzige Leute kennengelernt. Zwei Belgier und einen Typen aus Minnesota. Mein Plan war ja, heute ganz früh aufzustehen und mit Bus in Richtung Moab zu fahren. Aber da dort kein Bus fährt, wollte ich ja per Anhalter fahren. Die beiden Belgier fahren übermorgen mit Mietauto in den Yosemite National Park (Sprich JoSSEmiti, mit Betonung auf der zweiten Silbe, ich habs vorher immer Jossemeit ausgesprochen). Die Vorteile eines Autos gegenüber eines Buses brauche ich wohl nicht aufzuzählen. Eigentlich ist es nur ein Vorteil. Unabhängigkeit. In vielen Ausprägungen. Also kein Arches National Park, dafür Death Valley und Yosemite. Dann gehts nach Las Vegas. Passt mir ganz gut, von da aus kann ich gut weiterfahren in Richtung Denver. Da muss ich ja am 24. sein. Great American Beer Festival. Ich hab aber noch keinen Zeitplan von den beiden Belgiern gehört. Vielleicht wollen die ja Wochen im Park bleiben.
So, was noch. Ich bin ein Hinterwäldler, was Drogen und so angeht. Dass Marihuana so verbreitet ist, wie Bier, weiß jeder. Und dass Koks nicht mehr nur für die oberen 10.000 ist, ist auch kein Geheimnis. Aber dass bei elf willkürlichen Leuten aus dem Hostel nur zwei das angebotene Kokain abgelehnt haben, hat mich verwundert. Und es war nicht unbedingt etwas Besonderes. Einer hatte eben ein Tütchen Pulver dabei und hat gefragt, als ob er Bier oder Zigaretten anbietet. Aber das musste ich nicht haben. Ich habe schon drüber nachgedacht, vor allem nach zwei Bier "Scheiß drauf, man lebt nur einmal...". Aber da hat die Vernunft gesiegt.
Was noch...
Nichts, ich muss heute waschen und die beiden Belgier wiedererkennen. Zuviele Leute, als dass ich mir Gesichter oder Namen merken kann.
Grüße
Chriss