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Hiking

Hey Ho,

die FrogBog Dosenband hat ihr letztes Konzert gegeben und ist jetzt offiziell aufgelöst. Ihr werdet der Welt fehlen...
Was ist passiert? Nicht viel. Ich war heute wandern, klettern... Das war... Absolut überzeugend toll. Eine meiner schönsten Erfahrungen muss ich sagen. Vielleicht sollte ich das öfters machen, auch in D, soviel Spaß hatte ich selten. Es war ein irgendetwas zwischen Wandern und klettern. Für Wandern zu steil, für Klettern zu flach, aber genau das war die Herausforderung. Hilfsmittel möchte ich nicht benutzen, etwas steiler hätte es sein dürfen, aber nicht viel. Schaut es euch selbst an auf den Fotos. Etwa drei Stunden habe ich gebraucht, hin und zurück. Nicht zu schnell, aber doch mit ordentlich Power. Fast oben habe ich gesehen, dass es auch einen Weg gibt, aber das wäre ja zu einfach gewesen. Dann hätte ich ja gleich die Seilbahn nehmen können. Auf dem Weg runter, habe ich den Weg zum größten Teil genommen. Bergab ist erstens langweiliger, weil es der Rückweg ist und zweitens auch schwieriger. Da kann mal ganz schnell etwas mit dem Knie oder Knöchel passieren. Mal ganz davon abgesehen, dass man bergab auch schneller ausrutscht, als bergauf. Liegt wohl daran, dass man sein Körpergewicht eben bergab bewegen muss, weshalb man im Falle eines Falles (witzig, oder?) seine Bewegungsenergie in den Fall wirft, wobei man bergauf die Bewegungsenergie gegen die Fallrichtung (die ja bergab ist) bewegt. Außerdem muss man bergab viel längere Schritte machen, weil der Boden unter dem aktuellen Level liegt, bergauf kann der Boden vor einem ja auch auf Kniehöhe sein. Das eben mal zu den physischen Details zum Klettern. Mittlerweile bin ich auch nicht mal mehr ein Anfänger. Irgendwo zwischen Anfänger und Fortgeschrittener würde ich mich schon einschätzen. Vielleicht sollte ich das echt im Auge behalten.
Bei dem einen Foto wusste ich nicht, ob man das veröffentlichen kann, oben ohne, aber ich bin ja keine Frau. Und genau dazu habe ich es gemacht, um es zu veröffentlichen. Ich muss ja auch hin und wieder auf den Fotos sein, die ich veröffentliche, aber habs verpeilt, etwas anzuziehen.
Sonst: Zwar hatte ich Schuhe an, aber meine Beine sind trotzdem total verkratzt durch die ganzen Stacheln und Dornen der Kakteen und sonstigen Dornenbüsche. Einmal war es sogar richtig kritisch. Beim Rückweg musste ich zwischen zwei Dornenbüschen durch und genau dazwischen habe ich mir eine Sehne in der Wade gezerrt. Das tat höllisch weh. Jetzt übrigens immer noch. Aber das Bein konnte ich für mehr als 10 Sekunden nicht entlasten, sonst wäre ich genau in die Büsche gefallen. Ich habe gewankt, bin aber nicht gefallen.
Zu den Fotos: Das eine ist die Seilbahn, mit der die Faulpelze hochgefahren sind. Dann kommen einige Fotos von El Paso von oben. Das Foto mit dem Namen "von oben" habe ich von meinem höchsten Punkt gemacht. Ziemlich genau in der Mitte des Bildes, ist ein runder Beton-Wassertank, dort etwa bin ich losgegangen, etwas tiefer noch. Und das Foto "von unten" zeigt eben den Punkt, an dem ich war, von der Stelle, wo ich losgegangen bin. Ihr seht die Seilbahnstation mit den riesigen Antennen. Weiter links ist ein höherer Vorsprung. genau da war ich. Ich hätte noch weiter "nach links" gehen können, aber dazu fehlte mir das Wasser. ich hatte nur eine Gallone (3,8L). In drei Stunden. Heftig, oder? Übrigens: Ist das gut, wenn ein etwas kühler Wind weht? Ich bin mir nicht sicher. Einerseits ist es etwas kühler, aber bei der Anstrengung nicht viel, andererseits merkt man die Sonneneinstrahlung nicht so doll, was nicht gut ist, da man die Anstrengung unterschätzt. Wobei die Sonne bei weitem nicht so stark ist wie in NZ. Aber dafür ist es hier heißer. Und jeden Tag so. Und weniger Wolken. heute waren schon viele Wolken da, was auch nicht schlecht war.
Das wollte ich eben mal sagen. Guter Tag, nur ein leichter Sonnenbrand, verkratzte Beine und die Sehnenzerrung. Keine schlechte Ausbeute für einen Tag wandern, oder??? Hört sich aber schlimmer an, als es ist. Alles drei ist nicht schlimm.
Noch etwas, direkt an der Busstation, wo ich angekommen und wieder abgefahren bin, liegt eine Siedlung. Die "Camelot Apartments". Das ist eine Reichensiedlung, eingezäunt, mit Wachmann und Schranke und Durchlass nur mit ID. Sehe ich zum ersten Mal, aber kennt man ja aus amerikanischen Klischees. Gibt e aber auch nur selten. Die Fotos gibts auch am Ende.

Morgen gehts nach Santa Fe.

Chriss

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