Herzlich Willkommen zu meinem Leben,
jetzt habe ich mal wieder die Muße das Neueste daraus zu erzählen. Dazu wieder erst eine kleine Übersicht, was passiert ist.
Wir sind gut nach Christchurch gekommen, Marcus und Maik sind hier, wir haben Maiks Geburtstag gebührend gefeiert und das gleiche machen wir heute mit meinem Geburtstag. Und gestern waren wir unterwegs und haben sehr schöne Landschaften mit Robben und so gesehen.
Und jetzt alles in Langform.
Die Fahrt von Queenstown war eine Langform an sich, aber außer, dass es sau langweilig war, sechs Stunden, gibt es da nichts. Wir sind an einigen Seen vorbeigekommen, die so blau waren, wie ich es noch niemals vorher gesehen habe. Vielleicht etwa so, wie in der Volcanic Valley bei Roturua. Die Fotos sind auch im Blog. Aber von de jetzigen Seen habe ich keine Fotos, weil ich gefahren bin. Und anhalten wollte ich nicht. Die Fahrt an sich hat gereicht, ich wollte nur noch ankommen. Das Ankommen hat dann auch geklappt. Die Mädels haben ihren Couchsurfer gefunden und ich hab im saubersten Hostel Neuseelands eingecheckt. Das Hostel ist eines der besten, die ich bisher gesehen habe, vielleicht neben dem in Invercargill. Es liegt mitten in der Innenstadt, deshalb gibt es keine Parkplätze und ich muss immer weit laufen. Aber das ist nun mal so in einer großen Stadt, wenn man zentral sein will. Apropos große Stadt. Das ist total ungewohnt. Der ganze Verkehr, die Leute, der Geruch, das bin ich nicht mehr gewohnt nach 4 Wochen auf dem Land. Hier habe ich meine erste Ampel der Südinsel gesehen. Die gesamte Südinsel hat etwa 1 Million Einwohner und in Christchurch leben davon schon etwa 350.000.
Marcus und Maik habe ich nachts vom Flughafen abgeholt, die sind erst um 23:59 Uhr angekommen. Und danach sind wir auch bald ins Bett gefallen. Dienstag sind wir etwas durch die Stadt gegangen, aber so interessant ist die nicht. Museen gibt es hier einige, aber da bin ich nicht der große Fan von. Eingekauft haben wir noch, gekocht und gegessen. Abends sind wir dann los, Maiks Geburtstag feiern. Der hat am 4. März Geburtstag und wir haben reingefeiert. Anfangs hatte ich Angst, dass auf einem Dienstagabend nichts aufhat. Das hat sich aber als unbegründet herausgestellt. Wir wollte eigentlich in eine Straße, wo es viele Bars gibt, aber auf dem Weg lag ein Irish Pub, dort war gerade Open Mic mit Gitarre. Das war gut, bestimmt zehn Leute, die abwechselnd gespielt und gesungen haben. Mal besser, mal schlechter, mal Männlein, mal Weiblein und ganz verschiedene Stile. Das war gut, da sind wir dann auch bis zum Ende geblieben, so um viertel vor 1 war das. Der Geburtstag war also schon im vollem Gange. Die Barkeeper haben uns einen Tipp gegeben, dass ein anderer Irish Pub an dem Tag Livemusik und deshalb bis vier Uhr geöffnet hatte. Der war dann riesengroß, voller Leute und die Band war auch gut. Ebenso wie die Musik, die die gespielt haben. Dort haben wir dann auch bis zum bitteren Ende um vier Uhr ausgehalten und sind dann nach hause gegangen. Ein sehr guter Abend. Mal schauen, ob wir den heute wiederholen können.
Natürlich haben wir Mittwoch ausgeschlafen und uns Zeit gelassen mit allem. Nachmittags wollte wir dann aber trotzdem noch was machen. Sind Richtung Osten gefahren, an den Pazifik. Ich muss den beiden ja auch was zeigen. Nach gefühlten 1.000 Kurven und auf und ab haben wir einen Schotterweg gesehen, den wir gefahren sind. Und dem wir bis zum Ende gefolgt sind. Dadurch mussten wir durch Kuh- und Schafweiden, aber zum Glück waren die Tore nicht verschlossen. So oft kommt da auch wohl keiner hin. Nun ja, später standen wir dann auf einer Kuhweide an einer Landzunge, eine Seite Steilküste mit Abbruchkante, die andere grasbewachsen, auch steil, aber begehbar. Wir sind etwas rumgeklettert und waren auch am Wasser. Dort liegen viel Steine rum, auf denen sich Robben gesonnt haben. Gute Fotomotive. Auf dem Weg wieder hoch zum Auto haben wir einen Weg gesehen, der breit genug für Autos war. Das mussten wir natürlich ausprobieren. Hat auch ganz gut geklappt, aber unten hätten wir durch einen Bach gemusst und da habe ich keine Möglichkeit gesehen. Wahrscheinlich hätte es geklappt, aber das Risiko mitten in der Natur mit dem Auto umzukippen, wollte ich nicht eingehen. Dann ergab sich aber ein ganz anderes Problem: Wir mussten ja wieder rauf und dafür wenden. Auf einem schmalen Weg am Berg... Das war ein Akt. Ewiges Kurbeln und vor und zurück mit einem Auto mit riesigem Wendekreis. Einmal sind alle vier Reifen durchgedreht, trotz Geländeuntersetzung, da musste ich weiter runter und dann mit Anlauf hoch. Da dachte ich, dass wir nie wieder wegkommen. Aber es hat doch geklappt. Den Berg hoch an sich war dann auch anstrengend für das Auto. 10 Minuten lang im ersten Gang und der Geländeübersetzung mit etwa 5km/h. Jetzt bin ich zumindest sicher, dass mein Auto geländetauglich ist.
Das wars dann auch mit dem Mittwoch. Zurück in Christchurch waren wir essen, und im Bett. Und heute ist auch noch nicht viel passiert. Ich war in einem Internetcafe, bei dem die W-Lan-Nutzung mehr gekostet hat, als die Nutzung der eigenen Rechner. Verstehe ich nicht. Aber Internet ist hier nicht teuer, Großstadt eben. Mein Auto habe ich zur "Inspektion" angemeldet. Morgen um halb elf bringe ich das in die Werkstatt und lasse Kleinigkeiten machen. Ölwechsel, Ölfilter, Kraftstofffilter, Luftfilter und alles andere nachschauen. Um den Fragen gleich vorzubeugen, es ist nichts mit dem Wagen, alles läuft gut, aber das will ich einfach mal machen lassen. Bringt mir ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Außerdem bin ich ja auch schon ca. 4.000 km damit gefahren.
Jetzt fahren wir gleich einkaufen, kochen und werden dann den Abend etwa so planen, wie vorgestern. Nur, dass ich darauf achten muss, dass ich morgen um halb elf Auto fahren muss.
Meike hat ihren Flug für Mai hierhin gebucht hierhin, das freut mich auch. Falls mich wer noch besuchen will, ist jetzt die richtige Zeit, den Flug zu buchen. Die Finanzkrise hat auch ihre guten Seiten. Frankfurt - Auckland und zurück für unter 850€. Unglaublich, als ich nach Flügen für mich gesucht habe, war ich nicht unter 1.250€. Aber da ist es wieder gut, dass ich keinen Rückflug habe, da kann ich noch gute Schnäppchen machen. Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht überlege, was ich nach Neuseeland so machen könnte. Mitte September USA und Mitte Oktober Deutschland ist geplant, aber was ich bis Mitte September mache, ist unklar. Marcus und Maik haben mich nach Australien eingeladen, Südostasien würde mich auf einen Kurztrip reizen, ebenso Mittel- und Südamerika. Aber natürlich habe ich in NZ auch noch längst nicht alles gesehen. Mal schauen.
OK, das war wieder ein langer Artikel, den stelle ich jetzt online. Fotos folgen in den nächsten Stunden, dafür muss ich Maiks Fotos nochmal durchschauen. Die Bilder sind dann von unserer Feier und vom gestrigen Ausflug. Ich hab nämlich eine wirklich gute Kamera, aber etwas groß. Die eignet sich nicht für Partyabende, weil die nicht in die Hosentasche passt. Und eine Extratasche will ich ja auch nicht immer mitschleppen.
Das hat natürlich nicht gut geklappt mit dem online gehen.
Jetzt ist schon Freitag, ich habe mein Auto gerade in die Werkstatt gebracht und warte, bis die anrufen. Was ist passiert? Gestern waren wir erst in einer Kneipe, dann in noch einer, dann in einer Disco und dann wieder in einer Kneipe. Also nichts.
In der Disco hat man nur ein alkoholisches Getränk pro Person auf einmal bekommen. Und als um 2 Uhr Ende war sind die Leute innerhalb von 30 Sekunden rausgegangen. Das war eine richtige Disco und die war voll. Richtig voll. Und innerhalb von 30 Sekunden war die leer, als die gesagt haben, dass Ende ist. Kennt ihr die Szenen aus Filmen, wenn einen Bombendrohung oder sowas ist? In etwa so sah der Exodus aus. Wir haben uns Zeit gelassen und die Türsteher haben uns sehr dringend gebeten endlich rauszugehen. Unglaublich.
Jetzt ist endgültig Ende und ich hab es bisher noch nicht geschafft, Maiks Fotos anzuschauen. Also gibts die erst später.
MFG HDGDL LG USW ETC...
Chriss