22.25 Uhr: Zwölfjahrestief an der Weltleitbörse in New York: Der dortige Aktienleitindex Dow Jones Industrial schloss mit 6594,44 Zählern. Das sind 4,09 Prozent weniger als gestern - und der Index rutschte erstmals seit April 1997 unter die 6600-Punkte-Marke. Der marktbreite S&P-500-Index fiel um 4,25 Prozent auf 682,55 Stellen und riss damit deutlich die Schwelle von 700 Punkten. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq verlor darüber hinaus 4 Prozent auf 1299,59 Punkte.
Öl ist heute im Schnitt 3,5 Prozent billiger als gestern zu haben. Der Preis für den Rohstoff sank, nachdem die Europäische Zentralbank mitteilte, eine noch tiefere Rezession als bisher schon gedacht für die kommenden Monate zu erwarten. Ölhändler schraubten daraufhin ihre Verbrauchs- und Nachfrageschätzung für die kommenden Monaten nach unten. Der Preis für US-Leichtöl sank um 1,67 Dollar auf 43,71 Dollar und der für das Nordseeöl Brent um 2,26 Dollar auf 43,86 Dollar.
Die Opel-Angestellten können sich anscheinend gemeinsam mit den Opel-Händlern eine Beteiligung am Unternehmen vorstellen. "Die Belegschaft ist ein wesentlicher Träger des Unternehmens und hat ein großes Interesse daran, dass es Opel gut geht", sagte Rainer Einenkel, Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werkes, der in Essen erscheinenden.
Der Markt für deutsche Lkw ist im Februar fast zum Stillstand gekommen. Die Bestellungen aus dem Ausland bei MAN , Daimler und Co. für Lastwagen mit mehr als sechs Tonnen Gewicht seien im Vorjahresvergleich um 95 Prozent eingebrochen, berichtete der Verband der Automobilindustrie am Donnerstag.
Der dänische Schifffahrts- und Ölkonzern A.P. Moller-Maersk erwartet angesichts des schrumpfenden Welthandels für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch. Unter dem Strich werde das Ergebnis deutlich unter 2,6 Milliarden Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Kurs der Maersk-Aktie brach im Zuge der Gewinnwarnung an der Börse um knapp 10 Prozent ein.
Die dänische Notenbank hat ihren Schlüsselzins um 75 Basispunkte auf 2,25 Prozent gesenkt. Damit folge sie der Europäischen Zentralbank, die kurz zuvor angesichts der Wirtschaftskrise ihre Zinsen um 50 Basispunkte auf den tiefsten Stand seit Einführung des Euro senkte, erklärten die Währungshüter in Kopenhagen.
Der Preis für eine Aktie der Citigroup fällt erstmals unter die Ein-Dollar-Marke. An der New Yorker Börse rutschten die Anteilsscheine des US-Instituts zeitweise auf 97 Cent ab, womit sich der Marktwert des Konzerns auf unter sechs Milliarden Dollar reduzierte. Zum Vergleich: Anfang des Jahres 2007 kostete ein Anteilsschein der einst weltgrößten Bank noch 56,41 Dollar. Damals wurde die Citigroup noch mit etwa 275 Milliarden Dollar bewertet. Knapp zwei Stunden vor Handelsschluss lag die Aktie 9,7 Prozent im Minus und kostete 1,02 Dollar.
Opel-Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster trifft sich am morgigen Freitag im Berliner Kanzleramt mit Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Kanzleramtschef Thomas de Maizière. Das verlautete am Donnerstag aus dem Kanzleramt.
Die Zahl der notleidenden Hauskredite in den USA ist weiter gestiegen. Im vierten Quartal 2008 waren 11 Prozent aller Immobilienkredite entweder in Zahlungsverzug oder es drohe bereits eine Zwangsversteigerung, teilte der US-Branchenverband am Donnerstag mit.
Der Bund der Steuerzahler hat errechnet, dass die Bundesbürger künftig allein für die Milliardenausgaben des Konjunkturpakets II in etwa Zinszahlungen von rund sechs Millionen Euro pro Tag leisten müssen. "Irgendwann fressen die Zinsen alle Einnahmen auf, und wir haben keinen politischen Handlungsspielraum mehr", sagte Ralph Brügelmann vom Institut der deutschen Wirtschaft dem Onlineportal Bild.de.