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Viele Sachen kurz beschrieben

Hi Leute,
 
hier mal wieder ein Update meines Lebens in NZ.
Es ist viel passiert, hoffentlich bekomme ich noch alles auf die Reihe, weil ich ja nicht mehr alleine bin und deshalb nicht mehr soviel Zeit habe, alles sofort zu schreiben. Meike ist ja immer noch hier und wir machen ziemlich viel. So soll es ja auch sein.
Von Queenstown sind wir mit dem Bus nach Christchurch gefahren. Endlich wieder ein schöner großer Bus, mit dem wir etwa 8 Stunden gefahren sind, davon 6 Stunden im strömenden Regen. Aber wir saßen ja im Bus. Die Flüsse, dir normalerweise klein sind, schwellen hier bei Regen auf etwa die 10fache Größe an, das sieht imposant aus, auch wenn wir nur im Bus saßen. Aber draußen hätte ich auch nicht sein wollen. In Christchurch sind wir bei strahlendem Sonnenschein und 20 Grad angekommen. Wie es sein soll. In Queenstown haben wir fast nur gutes Wetter gehabt, der Tag der Fahrt war verregnet und danach wieder schön. Alles richtig gemacht. In Queenstown haben wir uns mal ein Rugbyspiel angeschaut. Im Fernsehen. Und in Christchurch nochmal. Eigentlich wollten wir nur einen Abendspaziergang machen, aber weil es so schön war, hatte ein Kneipe im Innenhof eine Leinwand aufgebaut mit viele Leuten und einer Rugbyliveübertragung. Da konnten wir nicht nein sagen...
Eine heftige Sportart. Ich kann verstehen, dass American Football für "englische Länder" lächerlich ist. Der Sport ist ähnlich, aber Rugby spielt man mit kurzer Hose und T-Shirt. Die Regeln haben wir halb verstanden beim Zusehen. Aber es ist ein schneller und sehr harter Sport. Nur Kondition braucht man wenig. Laufen muss man nur selten, aber Kraft braucht man viel. Vielleicht sollte ich es damit versuchen. Allerdings sind Verletzungen an der Tagesordnung. Dass Spieler bluten ist alltäglich und wird kaum noch eingeblendet und zumindest Kopfschmerzen hätte ich nach jedem Spiel. Naja, schön anzuschauen, aber spielen werde ich es wohl nicht. Sonst ist in Christchurch auch nicht viel passiert. Sonntag sind wir etwas spazieren gegangen im botanischen Garten.
Abends waren wir im Kino, Angels and Demons, in D heißt der Illuminati. Ganz ok, mehr aber nicht. Story: Ein Typ klaut ne Bombe, will den Vatikan sprengen, ist aber so blöd, das vorher anzukündigen und durch alle möglichen Illuminatizeichen kommt der schlaue Tom Hanks darauf, wo er sich versteckt. Der Vatikan wird gerettet und der Böse zündet sich an. Keine Verschwörung, die gesamte Story spielt in Rom in vier Stunden, dafür sind großartige und imposante Bilder drin. Übrigens wurde im Vatikan nicht selber gedreht, sondern der Petersdom in Hollywood nachgebaut.
Montag gings per Flieger wieder zurück nach Auckland und mit Auto direkt weiter nach Taupo. Auf der Fahrt sind wir durch Roturua gekommen, dort stinkt es. Das ist ja die Stadt mit den meisten Geysiren und heißen Quellen der Stadt und es riecht immer nach faulen Eiern, also Schwefel. Ganz schön, dass es überall qualmt und blubbert, aber leben... Es stinkt überall. Selbst im Stadtpark oder in Privatgärten sind überall Schlammquellen, die dampfen und blubbern.
In Taupo habwn wir nur übernachtet. Abends angekommen, eingekauft, gekocht, gegessen, noch ein Bier getrunken und geschlafen. Heute (Dienstag) sind wir in den Tongario National Park gefahren und wollten wandern. Da war ich schonmal alleine, das ist der Park, der in "Herr der Ringe" als Vorlage für "Mordor" diente. In Taupo war schönes Wetter, im Nationalpark, auf 1.300m Höhe hat es geregnet und gestürmt, hin und wieder war auch eine Schneeflocke dazwischen. Nicht gerade das perfekte Wetter zum Wandern. Die Bergseen konnten wir uns also sparen, vor allem, weil die auf etwa 1.600m liegen und die Schneegrenze bei 1.400m lag. Also sind wir nur zu einem Wasserfall gegangen. Das war etwas weniger als eine Stunde hin und die gleiche Zeit zurück. Aber einen anderen Weg. Hin gngs durch den Wald und zurück über Hügelkuppen. Im Regen, bei ca. 3 Grad und kaltem Wind Wir sind fast gestorben, aber danach sind wir ja wieder im Auto gefahren und konnten die Heizung aufdrehen, also nicht so schlimm.
Es ging auch eine Straße weiter zum Skilift, aber die Skisaison hat noch nicht angefangen, also war dort nicht viel los, aber wir waren im Schnee- und Eisregen und in den Wolken Gut, dass ich einen 4WD habe...
Der Weg danach zum Mt. Taranaki hieß Forgotten World Highway. Ein Highway, der bei uns nicht einmal die Bezeichnung "Straße" verdient hätte. Es ging steil hoch und runter, teilweise über Schotterpisten und Fahrbahnmarkierung wird auch überbewertet. Weil es die Tage davor viel geregnet hat, gab es viele Erdrutsche und die STraße geht oft direkt am Hang entlang. Also eine Seite senkrecht nach oben, auf der anderen Seite ein steiler Abhang. Auf der Straße lagen Sand und Steine... Aber eine unglaubliche Landschaft.
In Stradford waren wir in einem unglaublich ekelhaften, dreckigen, stinkenden und kalten Hostel. Wir wollten zwei Nächte bleiben, aber nach der ersten Nacht haben wir es nicht mehr ausgehalten. Außerdem hat es geregnet und gestürmt und auf dem Weg zum Mt. Taranaki haben wir schon wieder die Schneegrenze durchquert. Somit war uns das Wandern schon wieder versagt. Der Mt. Taranaki ist wie immer ein weiterer Vulkan und absolut kegelförmig. Außerdem hat er keine Berge neben sich, was ihn schneebedeckt zu einer sehr schönen Aussicht macht.
Das nächste Hostel in New Plymouth war von zwei Frauen geführt und das sah man auch. Nicht, dass Frauen immer ordentlicher sind, als Männer, aber dort war alles peinlich sauber und einfach alles gemütlich eingerichtet. Den Tag haben wir relaxed verbracht, eil es wie gesagt, geregnet hat. Außer uns war genau ein Gast da und der verdient eine Beschreibung. Total abgerissen und besoffen. Als er um etwa 7PM sein 3L-Tetra-Pak Wein aufhatte, musste er sich eine Flasche Wodka kaufen... Was er erzählt hat, war auch abenteuerlich. Ich weiß nicht, was Schlimmer wäre. Wenn er Blödsinn geredet hat oder wenn es stimmt. Angeblich war er bei den Special Forces in der British Army und in Somalia, Afghanistan, Jemen, der Mongolei (was weiß ich, weshalb, er "durfte" es mir nicht sagen)... Wurde öfters verwundet... Wenn das alles stimmt, ist er ein Paradebeispiel für Leute, die aus der Armee kommen und danach nichts mit sich anzufangen wissen und total abwracken. Schach hat er angeblich bei Turnieren in der Armee gespielt, aber bei seinem Pegel waren seine Fehler atemberaubend. Seine Strategien waren gut, nur Kleinigkeiten hat er immer übersehen. Z.B., wenn er seine Dame auf ein bedrohtes Feld gestellt hat Zwinkerndes Smiley Emoticon. Mein Schach ist eher so durchschnittlich, aber das war sehr witzig.
Gut, Donnerstag sind wuir weiter nach Norden gefahren und haben in Raglan übernachtet. In einem Surferhostel. Sehr coole Leute, sehr alternativ, aber trotzdem sauber. Ich kann nur nicht verstehen, wie man bei dem Wetter immer noch freiwillig ins Wasser geht. Ganz abgesehen von den riesigen Wellen, wobei die Surfer ja genau das wollen. Naja, heute (Freitag) sind wir weiter nach Auckland gefahren und ich hab Meike zum Flughafen gefahren. Sie fliegt übrigens mit dem A380 erst nach Sydney und dann nach Dubai. Und weil ich keine Lust auf Feierabend- und Wochenendverkehr hatte, bin ich jetzt gerade im Flughafenhostel, habe eine Internetflatrate und mache nochmal einen relaxten Abend hier, bevor ich mir morgen einen Job suchen muss.
Wahrscheinlich gibt es ab jetzt auch wieder regelmäßiger und ausführlichere Artikel.
Bis dann.
 
Chriss
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