Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Werbung

Cape Reinga und 90-Mile-Beach

Moin, anbei die neusten Erlebnisse aus Northland. So heißt nämlich der nördliche Teil der Nordinsel Neuseelands, also alles nördlicher als Auckland. Was ich noch vergessen hatte über mein Hostel zu erzählen, ich hab ja eine zweite Nacht gebucht, aber erst im Laufe des Tages. Da war dann schon alles voll und nur noch ein Zeltplatz vor dem Haus frei. Ist natürlich auch günstiger. Irgendwann hatte ich sowieso vor, ein Zelt zu kaufen, also bin ich Freitag noch eben schnell zum Baumarkt und hab eins besorgt, inkl. Luftmatratze und Pumpe. Ein ganz normales 3-Mann-Iglu, in dem man mit zwei Leuten ganz gemütlich schlafen kann, nicht ganz der Standard wie in Deutschland, aber zelten ist ja nichts Neues für mich. Und Igluzelte habe ich auch schon das ein oder andere Mal aufgebaut. Samstags gings zu einem Wasserfall gegangen in der Nähe, aber das steht hier nur der Vollständigkeit halber. War ganz ok, nicht sehr imposant und es kam mir mehr auf den sportlichen Aspekt an, eine gute Stunde durch einen suptropischen Wald zu gehen. Auf dem Weg habe ich noch drei Südafrikaner kennengelernt. Zwei Rentner mit ihrer Enkelin. Die haben erzählt, dass es in Südafrika zehn verschiedene Sprachen gibt. Englisch, Africaanse (keine Ahnung, wie das geschrieben wird, ist aber ein Akzent des Holländischen) und acht verschiedene afrikanische Sprachen, die vollkommen unterschiedlich sind. In der Nacht auf Sonntag habe ich dann eben gezeltet und es war die erst Nacht seit über einer Woche, in der es geregnet hat. Ganz großes Kino, aber das Zelt ist dicht... Sonntag bin ich weiter nach Cape Reinga, die Nordspitze Neuseelands. Es gibt 20 km weiter östlich noch einen nördlicheren Punkt, aber das ist eine heilige Maori-Stätte. Bevor man dort hinkann, muss man sich anmelden und bezahlen und so. Das war mir zu anstrengend. Cape Reinga wird als nördlichster Punkt angegeben und ist auch als Touristenattraktion ausgewiesen. Natürlich gings wieder über Gravel Roads. Das sind Schotterwege. Auf der Karte sind dort aber normale Straßen eingezeichnet. Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass alle Straßen außer Motorways und State Highways potentielle Gravel Roads sind. Selbst auf State Highways gibt es einspurige Brücken, gerne auch mal direkt hinter Kurven und Kuppen, bei denen man den Gegenverkehr vorlassen muss. Es ist eben alles relaxed. Wenn 100 km/h gefahren werden darf, reicht es auch 80 zu fahren. Cape Reinga auf jeden Fall ist etwas eintönig. Man fährt bis auf einen großen Busbanhof mit Parkplatz vor, läuft etwa 200m zu einem Leuchtturm, dort ist eben ein Kap, es steht wie immer ein Pfahl mit den Entfernungen zu den Städten der Welt und das wars dann auch. Allerdings gibt es dort auch Wanderwege. Zufällig habe ich dort am Cape noch zwei Leute getroffen, mit denen ich mich im Hostel schon ganz gut verstanden habe. Heike aus Nürnberg und Reto aus der Schweiz, wohnen aber beide in der Schweiz. Mit denen bin ich dann zum Strand gegangen und etwas weiter. Wir dachten, dass wir nur bis zum Ende des Strandes gehen wollen, sah nicht so weit aus, aber waren dann doch mehr als eine Stunde unterwegs. Und das Gleiche zurück. Aber es hat Spaß gemacht, sind zwei witzige Menschen. Und die essen den ganzen Tag. Und sind dabei so dünn, ihn würde ich sogar als dürr bezeichnen. Wenn ich die Menge an Essen in mich reinstopfen würde, sähe ich aus wie der Comicbuchverkäufer von den Simpsons. Auf dem Rückweg waren noch die Giant Sand Dunes ausgeschildert. Hatte ich noch nie was von gehört, aber es waren nur vier km, also bin ich eben hin. Wie ganz oft ist der Name Programm, eben riesige Sanddünen, auf die ich natürlich raufklettern musste. Das ist echt verdammt anstrengend, zum Glück hatte es ja vorher etwas geregnet also war wenigstens die Oberfläche etwas fest. Runter musste ich auch irgendwie, natürlich bin ich unvorsichtig gelaufen und wurde immer schneller. Naja und irgendwann waren meine Füße schneller, als mein Körper und ich hab mich sowas von auf die Schnauze gelegt. Alle Eletroniksachen funktionieren noch, aber den Sand in den Ritzen nehme ich mit Sicherheit teilweise in einigen Monaten noch mit nach D. Davon gibts auch ein Foto. Die Sanddünen erkennt ihre ja und auch eine Spur von links oben nach rechts unten mit einer "Unterbrechung" in der Mitte. Naja, tat etwas weh, aber ist nichts passiert. Erst wollte ich auf einem Campingpoatz übernachten, aber hab mich dann doch für ein Hostel entschieden. Nach dem Tag brauchte ich ein Bett mit echter Dusche und so. Es gibt eine Organisation namens BBH, keine Ahnung wofür das steht. Aber eine Karte kostet 25NZ$ und man bekommt 3$ Rabatt in allen BBH-Hostels. Und die gibts überall. Somit habe ich mich für das nördlichste BBH-Hostel Neuseelands entschieden. War natürlich auch das nächste, wenn ich mich ganz im Norden befand. Die Henderson Bay ist ebenfalls nur über eine Gravel Road zu erreichen und ich kann mir nicht vorstellen, dass das Hostel viele Gäste hat. Es ist schön, ruhig, klein und absolut ab vom Schuss. Sonntag hatte ich den gesamten Tag keinen Handyempfang. Nicht so schlimm, aber das hat mir gezeigt, dass ich nicht mehr in der Zivilisation bin. Mit mir waren wir insgesamt drei Gäste in dem Hostel, dafür war ich aber alleine in meinem Zimmer. Schön. Heute morgen bin ich dann zum Ninety-Mile-Beach gefahren, hier ist der Name ausnahmsweise mal nicht Programm, denn der Strand ist "nur" 90 km lang. Reicht aber auch. Ausserdem ist das eben auch nur eine Sehenswürdigkeit, interessant ist es nicht. Aber gleich fahre ich 90 Kilometer an einem Strand entlang. Dort sitze ich gerade und schreibe diesen Bericht, weil ich bei Höchststand angekommen bin und dann sollte man nicht fahren. Es geht zwar, aber es kann immer mal eine richtig große Welle kommen. Ach so, ich dachte auch erst mit "Strand entlangfahren" ist eine Straße oberhalb des Strandes gemeint, aber man fährt wirklich über den Sandstrand. Jetzt ist das Wasser schon weit zurückgegangen, deshalb fahre ich jetzt los. Wenn ich mal in eine Stadt komme, stelle ich das hier online. Und schreibe meinen Senf dazu, was ich bis dahin noch so erlebt habe. So es ist einige Stunden später, ich sitze im Internetcafe, habe auch einen Zeltplatz für heute nacht ausgemacht, Geld geholt, jetzt muss ich nur noch was essen und dann gehts zum Zeltplatz. Der 90-Mile-Beach ist übrigens nicht interessant, aber wenn man ein 4-Wheel-Drive-car hat sau witzig. Mit 80 durch den Sand heizen, halb durch die Wellen... Das denken sich auch ganz schön viele Leute. Man sieht echt alles, Motorräder, inbesondere Crossmaschinen, Mountainbiker, Quads, Pferde und natürlich viele Geländewagen. Sonst ist nicht viel passiert in der Zeit von eben bis hier. Ach ja, ich hab ein paar Fotos von meinem Auto am Strand gemacht, die stelle ich auch rein. Chriss
Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
C
Hey Chris! Das hört sich ja alles sehr spannend und aufregend an. Tolle Fotos. Und auf das Wetter kann man nur neidisch werden, bei den minusgraden hier in d-land....<br /> frostige grüße, christi_arne
Antworten