Thursday, 29. december 2011 4 29 /12 /Dez. /2011 16:27
Hallo zusammen,
 
heute mal wieder ein schönes Thema, Rohstoffe.
Seit einigen Jahren ist der "Rohstoffmangel" Thema in allen möglichen Medien. Ganz prominent natürlich die Seltenen Erden aus China, aber auch alles andere aus dem Rohstoffsektor ist ständig in der Zeitung. Dazu fällt etwas aber immer mehr auf:
Noch öfter, als das Wehklagen über fehlende Rohstoffe finden sich aber Berichte über neue Rohstofffunde überall in der Welt. Nehmen wir das Diskutieren über den dreckigen Abbau der Ölsande in Kanada mal aus, der schon gefühlte Jahrzehnte dauert, findet z.B. Brasilien rein zufällig in der Tiefsee immer neue riesige Ölvorkommen. Außerdem ist seit geraumer Zeit klar, dass durch die neuen Bohrtechiken auch Gas aus Schiefergestein gewonnen werden kann und somit das weltweit vorhandene Gas noch fast so lange reicht, wie die Kohle (naja, fast, auf jeden Fall mehrere hundert Jahre). Und genau das gleiche gilt auch für Öl, wobei die Bohrtechnik für Gas quasi 1:1 übernommen werden kann. Also ist auch Öl noch hunderte von Jahren da. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass der Ölpreis hoch genug bleibt, wovon ich mal ausgehe.
Das hört sich jetzt alles sehr wenig nachhaltig an, wenn ich solche Sachen wie die Umweltverschmutzung durch die Reinigung des Ölsandes, oder die Chemikalien im Schiefergestein oder die Risiken der Tiefseebohrung außer acht lasse. Aber ein Bekannter sagte einmal einen schlauen Spruch: "Jeder fossile Energieträger auf der Welt wird auch gefördert und genutzt, die Frage ist nur, wie lange das dauert." Deshalb kann man darüber streiten, ob man das eine oder andere erlaubt, wenn der Preis hoch genug ist und der Rohstoff knapp wird, wird gefördert.
Wenn man die weltweite Abhängigkeit von Öl bedenkt und die Warner und Mahner ernst nimmt, die immer vor einer Ölknappheit gewant haben, dann müsste einem angst und bange werden und die aktuellen Krisen auf das Öl schieben. Bis vor 10 Jahren war der Preis nämlich noch relativ niedrig. Erst danach kamen die großen Ausschläge und der Markt wurde volatil. Von den Gründen wollen wir jetzt mal absehen, das würde zu weit gehen und wahrscheinlich würde ich auch falsche Schlüsse ziehen und sowieso niemals alle Gründe und Zusammenhänge aufführen und erklären können. Ich bezweifel, dass irgendjemand das überhaupt kann...
Auf jeden Fall ist der Ölpreis in den letzten zehn Jahren im Trend gestiegen, trotz einiger teil heftigen Gegenreaktionen. Im Moment ist er trotz Wirtschaftskrise in USA und der EU bei ca. 100$. Und was ist passiert? Nicht viel.
Aber gehen wir mal von fossilen Energieträgern weg. Es ist doch eine immer wiederkehrende Situation. Der Preis steigt, und sofort werden überall neue Lagerstätten gefunden. Selbst in Deutschland soll ja im Erzgebirge wieder ernsthafter Bergbau betrieben werden (wieso heißt das nochmal Erzgebirge?). In Australien scheint man ja nur an einem beliebigen Punkt buddeln zu müssen und den Aushub untersuchen, um danach zu entscheiden, was dort gefördert werden kann. Genauso scheint es in Brasilien zu sein (wobei da der Regenwald noch stört) sowie in halb Afrika oder Sibirien/Mongolei/Nordchina/USA/Kanada...
All diese Rohstoffkrisen, die immer wieder ausgerufen wurden, haben dazu geführt, dass Preise gestiegen sind, deshalb sind entweder neue Abbaugebiete erschlossen oder Ersatz entwickelt worden. Natürlich haben da viele Leute Geld mit gewonnen bzw. verloren, aber im Endeffekt ist nicht viel davon zu spüren gewesen.
Übrigens hat Zypern gerade ein großes Gasfeld gefunden. Deutschland hat riesige Mengen an Schiefergas (das nur mit viel Chemie und Wasser aus dem Gestein gedrückt werden muss...) und die USA könnte zum Ölexporteur werden.
Das alles natürlich nur zum besseren Verständnis des Rohstoffmarktes, ohne einen Appell oder sonstiges.
 
Ein kleineres Thema habe ich dazu noch. Das betrifft in meiner Ausführung hauptsächlich Deutschland, obwohl es in anderen Ländern ein viel größeres Problem darstellt: Der Flächenverbrauch.
Wie oft sieht man ein neues Baugebiet, egal ob für Privathäuser oder Gewerbe, wo vorher Feld, Wiese, Wald usw. war? Passiert schon das eine Mal. Aber andersherum: Wie oft sieht man ein Haus/Gebiet/Dorf, das leersteht, abgerissen und der "Natur" zurückgegeben wird? Nie. Das ist natürlich verständlich. Ein Haus ist immer mehr wert, als die gleiche Fläche an Wald oder Feld. Außerdem stünden die Kosten für den Abriss und die "Renaturierung" in keinem Verhältnis zu dem Ertrag, den man daraus hat, nämlich gar keinen, außer einer kleinen Fläche neuer Natur. Wer soll das bezahlen? Also wird immer mehr Land verbraucht, obwohl die Bevölkerung sinkt und der Trend wieder in die Stadt geht. Jedes kleine Windrad hat irgendwo eine neue Straße (oder mindestens einen Weg), andersherum aber nie.
Der Gedanke ist mir gekommen, weil ich vor kurzem im Osten der Republik unterwegs war und dort viele kleine Dörfer gesehen habe, die alle halb leer und ziemlich verfallen sind. Eigentlich sollte man viele Dörfer kaufen, die bewohner umsiedeln in mindestens Kleinstädte und die Dörfer komplett abreißen. Aber das ist mit Demokratie und Menschenrechten und Besitztum und vor alem unseren Staatsfinanzen nciht zu machen. Man kann ja nicht einfach Leuten die Häuser wegnehmen und so etwas würde nur funktionieren, wenn in einem Dorf wirklich alle Häuser aufgekafut würden. Nicht nur wegen Flächenverbrauch, sondern auch wegen der Infrastruktur. Straßen, Strom, Gas (Ab-)wasser, Versorgung mit allem (Ärzte, Apotheken, normaler Einzelhandel, Büchereien...).
 
OK, das sollte auch nur ein kleines Thema werden.
 
Reicht.
 
Gruß
 
Chriss
von Chriss - veröffentlicht in: Politisch
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Thursday, 15. december 2011 4 15 /12 /Dez. /2011 16:43
Moin,
 
um die äußerst nervige Weihnachtszeit mal wieder etwas zu verkürzen, mal wieder etwas Finanzkram, der keinen interessiert...
Was gibt es? Zur Eurokrise gibt es nichts zu sagen. Gerade heute kamen gute Nachrichten, dass Spanien genug Geld für einen vergleichsweise geringen Zinssatz eingesammelt hat. Schön. Dafür zahlt Italien wieder mehr. Nicht so schön. Der IFO-Geschäftsklimaindex ist in Deutschland gestiegen, schön. Dafür liegt er Eurozonenweit unter 50 Punkten. Nicht so schön. In den USA gibt es angeblich weniger Arbeitslose, schön (aber die Zahlen sind noch unklarer, als in Europa). Chinas Erwartungen sinken dafür, nicht so schön. Scheint so, als ob sich alles wieder normalisiert. Gute Nachrichten hier, schlechte da. Alle leben über ihrem Budget, aber es interessiert keinen.
Eine Frage, die ich gerne Politikern stellen würde ist, wo sie den optimalen Verschuldungsgrad (in % des BIP) eines Staates sehen. Und wenn dieser größer 0 ist, wieso. Und wie sie glauben dorthingelangen zu können. Ehrlicherweise ist das nicht meine eigene Erfindung, sondern kommt von einem Lehrer aus meiner späten Schulzeit (Ende der 90er) Da wurden die Maastricht-Kriterien eingeführt und Deutschland lag knapp über den 60%. Schon da kam die Frage auf, warum das erlaubt ist. Die unbefriedigende Antwort war, dass andere Länder noch viel weiter von der Erfüllung der Kriterien entfernt waren. Interessant. Seitdem hat die Verschuldung einige Jahre unter dem Wirtschaftswachstum gelegen, weshalb sie bis 2001 die Grenze wieder einhielt. Ab 2002 wurde sie wieder gebrochen, ab 2009 gings dann steil nach oben. Alle reden von den Maastricht-Kriterien, meinen aber nur das Ziel der Neuverschuldung pro Jahr von unter 3%. Seit neuestem ist ja auch die Schuldengrenze von 0,5%/Jahr gültig. Na ob das klappt.
Damit mich keiner falsch versteht, ich habe auch kein Patentrezept, wie das gehen soll. Ich will darauf hinaus, dass ich als Teenager in der Schule schon darauf hingewiesen wurde, dass die Kriterien von den meisten Ländern nicht eingehalten wurden. Dann braucht man sich nicht wundern, dass es irgendwann mal kracht.
Auch ich kenne nicht den goldenen Weg, die Staatsfinanzen zu sanieren. Die Hälfte der Leute wird sich für eine antizyklische Strategie entscheiden, was viele Schulden bedeutet (und trotzdem kein Abzahlen im Boom, wie man ja gesehen hat). Die andere Hälfte wird zum Sparen auffordern, was eine zykische Strategie und "Politik nach Kassenlage" bedeutet. Das darf man aber nicht sagen, weil es böse klingt...
Was gibts dazu noch zu sagen? GB macht nicht mit. Man darf gespannt sein. Für mich als Europafan natürlich ein großer Fehler, ökonomisch (schlecht für GB) wie politisch (schlecht für alle). Aber man darf wirklich gespannt sein, ob dieser "Ausschluss" von Europa wirklich so schlecht für GB ist, wie alle Medien das jetzt sagen. Die haben immer noch viele Länder, mit denen die sehr gute ökonomische und politische Verbindungen haben, hauptsächlich durch das Commonwealth. Und wenn man dort allein Indien, Australien und Neuseeland sieht, merkt man, dass die lange nicht so isoliert sind, wie man evtl. denken mag.
Nun kann man darüber philosophieren, ob das ehemalige Commonwealth vergleichbar ist mit Wirtschaftsräumen wie USA, EU ohne GB, oder China. Fakt ist aber, dass kleine Länder heutzutage nicht mehr alleine bestehen können, sondern nur im Verbund und GB evtl. eine Konkurrenzveranstaltung abhält.
Das wird also interessant, wohin sich GB wendet...
 
Besten Gruß
 
Chriss
von Chriss - veröffentlicht in: Politisch
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Wednesday, 29. june 2011 3 29 /06 /Juni /2011 11:02
Hallo meine lieben Leser, die nicht existieren,
 
mal wieder mein Paradethema Staatsfinanzen. Ein Überblick, da das im Moment so interessant ist. So viele neue Ideen, so viele neue Aspekte, so viel neuer Schwachsinn.
Fangen wir an mit einem Thema, das schon so oft breitgekaut wurde, dass es einem schon zum Hals raushängt, Griechenland.
Die sind pleite, müssen gerettet werden, weil deren Zusammenbruch zwar beherrschbar wäre, aber eine Kettenreaktion über Portugal und Irland bis hin nach Spanien und Italien befürchtet wird, usw.. Hat jeder schonmal gehört. Dem möchte ich auch nichts hinzufügen, ist ja sozusagen allgemeiner Konsens, nur möchte ich das mit den deutschen Steuerplänen in Verbindung bringen.
Natürlich möchte auch ich mehr Geld verdienen. Und erst recht von dem Geld, was ich mir verdiene, weil mein Arbeitgeber mir das zahlt am besten auch jeden Cent ausgeben können. Das klappt mit Steuern und Sozialversicherungen ja nicht so gut. Dass dem so ist, daran haben wir uns gewöhnt, das System is grundsätzlich von wenigen Leuten infragegestellt. Aber jetzt Steuern senken zu wollen halte ich für grundfalsch.
Obwohl die Theorie nicht unbestritten ist, sehen die meisten Ökonomen mehr Vor- als Nachteile im antizyklischen Handeln, weshalb eher Steuererhöhungen sinnvoll wären. Wobei vor solch einem Schritt viele weitere Statistiken angeschaut werden sollten. Wir nehmen seit Jahrzehnten jedes Jahr Schulden auf, DAS IST VERSAGEN DER POLITIK!!! Es interessiert wir immer nur die eigene Wiederwahl und nicht das langfristige Wohl des Landes. Aber die Banker und Großunternehmen wegen der Erfolgsbeteiligungen für kurzfristige Unternehmensgewinne/Quartalszahlen geißeln.
Wenn in Deutschland zwei Jahre am Stück ein Überschuss erzielt wird und zwar in Bund, Ländern und Gemeinden, können wir mal über Steuersenkungen reden. Aber nicht in einem Aufschwung, wenn allein der Bund 2012 eine Neuverschuldung von unter 30 Mrd. € als Erfolg feiert. Ich verstehe Staatsfinanzen nicht. Wer 30 Mrd. neue Schulden aufnimmt, hat doch keine 10 Mrd. zum verschenken.
So, genug aufgeregt. Zwischendurch eine kleine Erheiterung. Paul Kirchhof will ein neues Steuersystem, mit einem einheitlichen Steuersatz von 25% fast ohne Ausnahmen. Kann man machen, ist evtl. nicht verkehrt, aber da gibt es einige Leute, die sich sträuben werden. So alle Menschen mit hohem Jahreseinkommen, die sich nicht mehr arm rechnen können. Oder alle Steuerberater, die ihren Beruf wechseln müssen, weil auch die Unternehmenssteuern radikal vereinfacht werden sollen. Große Schritte sind in der Politik nun mal mehr als selten und mit unserer Kompromisskanzlerin mit Sicherheit nicht zu machen. Die Umsetzungswahrscheinlichkeit liegt also sehr nahe bei 0. Weil der politische Wille nicht da ist. Wobei natürlich erstmal diskutiert werden müsste, ob es überhaupt Sinn macht. Aber da will sich eben kein Politiker die Finger verbrennen, weil ja irgendwann die Wiederwahl ansteht. Also besser Geld verteilen, obwohl jeder weiß, dass es nicht da ist.
Und wenns da ist, wie wäre es, es in Griechenland zu investieren. Nicht in Anleihen oder Aktien, sondern in PPP Infrastruktur? Könnte man doch bestimmt einen guten Deal machen. Letztens habe ich einen Artikel gelesen, dass die meisten Schiffe aus Asien durch den Suez-Kanal fahren, um die Waren dann nach Rotterdam oder Hamburg zu bringen, um sie mit LKW oder Zug nach Süden zu transportieren, weil die südeuropäischen Häfen schlecht ausgebaut und angebunden sind. Das wäre doch ne Geschäftsidee. OK, ist jetzt etwas weit hergeholt und nicht mal eben durch einen Telefonanruf durchzusetzen, aber Investsments in Infrastruktur wäre doch mit Sicherheit auch im Sinne der Griechen. Bestimmt ein besserer Vorschlag, als die griechischen Inseln zu verkaufen...
 
So, bisher bin ich in Europa geblieben, das möchte ich auch so lassen. Das mit Amerika warten wir mal ab, bis die die Schuldenobergrenze angehoben haben. Und China, die haben keien Staatsverschuldung, müssen aber viel Geld in andere Sachen stecken. Z.B. die riesigen potentiellen Ausfälle bei Bankkrediten. Naja, wartenw ir, ab, bis es dort auch crashed.
 
Bis zum nächsten Mal. Jetzt schnell online stellen, heute kommt die Entscheidung, ob Griechenland das neue Sparpaket annimmt und dann den neuen Kredit bekommt...
von Chriss - veröffentlicht in: Politisch
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Monday, 20. june 2011 1 20 /06 /Juni /2011 16:31

;-)

;-)
 
Was macht eigentlich... Die CDU?
 
1. Jahrelang war die CDU für die Atomkraft. Atomkraft war gut fürs Klima, gut für die Strompreise und gut für die deutschen Stromkonzerne (auch wenn das so nicht direkt kommuniziert wurde). Die Atomkatastrophe in Fukushima hat die CDU bewegt, den Atomausstieg ziemlich genau so durchzuführen, wie ihn vorher rot-grün wollte.
2. Wochenlang hat Frau Merkel verlauten lassen, dass bei einem weiteren Hilfspaket für Griechenland die privaten Gläubiger mitzahlen müssen. Jetzt sagt sie, dass die privaten Gläubiger freiwillig mitziehen sollten... Klar. Wenn ich Aktien kaufe, würde ich sie auch freiwillig unter Kurswert verkaufen, weil es dem Unternehmen schlecht geht.
 
 
a) Die CDU ist unglaubwürdig geworden. Sie sagt etwas, aber der Wähler kann sich darauf nicht verlassen, also ist er verunsichert, weil er nicht weiß, woran er ist.
 
b) Eine häufig bemängelte Eigenschaft der Politik ist es, dass sie keine Aussagen trifft. Keine Frage wird mit Ja/Nein beantwortet, auch wenn die Fragestellung sehr einfach ist und am Ende haben alle alles sowieso schon immer gewusst und wollten es anders, als es gekommen war, wenn es schief gelaufen ist. Aber wenn sich eine Partei auf einen festen Kurs festlegt (Atompolitik, Griechenlandhilfen) und diesen Kurs ändert, hacken alle drauf rum (erst recht der politische Gegner). Ist es verwunderlich, dass sich eine Partei dann nicht auf einen klaren Kurs festlegen möchte?
 
 
Eine Lösung gibt es dafür nicht, es gibt ja nicht mal ein Problem, nur diese Tatsache, aber ich denke, es ist klar, was ich ausdrücken möchte.
von Chriss
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Thursday, 12. may 2011 4 12 /05 /Mai /2011 14:35
Allgemeine Hinweise zu viel Blödsinn,
 
anfangen möchte ich mit einem Zitat, dass ich heute in einem Kommentar der FTD gelesen habe.
"Liebe SPD, bitte tut endlich was, damit ich eine Wahl habe."
Dem ist nichts hinzuzufügen, oder? Die SPD hat keine Leute, keine Themen und bekommt auch sonst nichts auf die Reihe. Und das obwohl die CDU es genau so macht, aber die haben den Regierungsbonus. Über die FDP brauchen wir nicht reden, obwohl die für mich "eigentlich" das beste Programm haben müssten (konjunktiv). Und Grüne und Die Linke... Naja, nicht wirklich.
 
Osama bin Laden ist tot.
Die naheliegenste Frage ist natürlich, ob sich dadurch etwas ändert im Krieg gegen den Terror. Ich glaube nicht. Die zweite Frage, die ich mir selber stelle: Ist es Zufall, dass der Tod des Erzfeindes der USA in eine Zeit fällt, in der die USA unter hohem innen- und außenpolitischen Druck stehen? Ich glaube nein. Es passte jetzt einfach mal den Tod bekannt zu geben. Ob bin Laden schon lange tot ist oder ob er noch lebt, ob der amerikanische geheimdienst nicht shcon länger von seinem Aufenthaltsort wusste... Ich weiß es nicht und die Öffentlichkeit wird es wahrscheinlich nie herausbekommen, zudem spielt es auch keine Rolle. Bin Laden war mittlerweile sowieso allen egal.
 
Nächstes Thema: China
In meinem letzten Artikel habe ich geschrieben, wie die gesamte westliche Welt den Bach runtergeht und China immer stärker wird. Und just an dem Tag, als ich das schrieb, wurden die Ergebnisse der neuesten Volkszählung bekannt: Die Bevölkerung vergreist genau wie bei uns, nur reicht das Einkommensniveau des Durchschnittschinesen nicht für eine alte Bevölkerung. Hier zwar auch nicht, aber bei uns kann diese Entwicklung etwas aufgefangen werden. Und ebenfalls wurde in diesem Zuge das Potential Indiens herausgestellt, mit seinen demokratischen Grundstrukturen, Bevölkerungswachstum und Bildungsniveau. In China wird es knallen. Ich weiß nicht wann, ich weiß nicht mit welchem Auslöser, aber es passiert. Im Moment favorisiere ich die Blase am Immobilienmarkt. Letztens habe ich gelesen, dass 60% des chinesischen BIP direkt oder indirekt vom Bausektor und Immobilienmarkt abhängen. Schon Spanien musste feststellen, dass es nicht gut ist, teuer zu bauen, noch teurer zu verkaufen und dann festzustellen, dass die ganzen Häuser gar nicht gebraucht werden.
 
Ich habe überlegt, ob ich dieses Thema überhaupt schreibe. Es ist grenzwertig, weil persönliche Entscheidung. Und ich möchte nicht als öberflächlicher Modenazi verschrieen sein.
Ich arbeite im Büro und trage Anzug komplett. Ob das sein muss, ist eine Gewissensfrage, ich machs nicht freiwillig, aber das ist auch nicht das Thema. WENN (!) man Businessoutfit trägt, sollte das einwandfrei sein . Bei Businessoutfit kann jede Kleinigkeit das Gesamterscheinungsbild kaputt machen. Bei Männern mag man ja glauben, dass es nicht viele Möglichkeiten gibt, sich falsch anzuziehen. Ein Anzug ist nun mal ein Anzug? Falsch. Bei Frauen noch schlimmer. Die meisten Leute (Männer wie Frauen) kleiden sich zumindest angemessen. Aber es gibt Menschen... Männer: Krawatten zu kurz/zu lang oder absolut stümperhaft gebunden, Jackett passt nicht zur Hose, Gürtel passt nicht zu den Schuhen und die Schuhe passen zu gar nichts. Frauen: Kurze Hosen, Röcke, die nicht mal bis zu den Knien gehen, nackte Beine, die Proportionen Körper/Kleidung. Gehört eigentlich nicht in solch einen Blog, aber das ist mir oft schon aufgefallen.
 
Und schon wieder eine Sache, die schon in meinem letzten Artikel kam... Die Dänen machen die Grenze zu. Europa zerbricht. Frankreich schiebt EU-Bürger ab, Frankreich und Italien streiten sich, Dänemark macht die Grenze zu Deutschland dicht. Schengen zerbricht. Die Staatsfinanzen einiger Euroländer gehen auch den bach runter, bzw. sind schon lange komplett marode. OK, da argumentiere ich unsauber, der Euro hat mit der EU an sich nichts zu tun. Aber es sind trotzdem "innenpolitische" Themen Europas, die gewisse Spannungen erzeugen. Und das nicht zu knapp.
 
Als nächstes steht heute in der Zeitung, dass die CDU Bürgerwehren oder Freiwillige Hilfspolizisten auf Streife schicken will. Naja, da könnte ich viel drüber schreiben, aber ist sowieso nur billige Polemik und heiße Luft. Man muss ja Handlungsfähigkeit beweisen, nachdem man in der Atompolitik einen sowas von offensichtlichen Umfaller begangen hat. Bürgerwehren... Und als nächstes werden Waffen legalisiert und jeder darf das Gesetz in die eigene Hand nehmen? Wenn das irgendwann mal Realität werden sollte mit den freiwilligen Hilfspolizisten, muss ich mich doch dazu durchringen, etwas darüber zu schreiben. Z.B. über gewisse Hoheiten, die der Staat innehaben sollte. Selbst Geld kann meinetwegen privatisiert werden, es muss ja nicht unbedingt einen EZB-Euro gebgen, was spricht gegen einen BMWeuro (BMW) oder einen (DeBe) (Deutsche Bank) als Währung. Oder ein Starbuck ;-). Hört sich zuerst einmal komisch an, aber wenn man sich das mal ernsthaft überlegt, macht es Sinn. Ein echter Gegenwert ist bei Geld seit dem Zusammenbruch vom Bretton-Woods-System nicht mehr zu erkennen (und selbst das System hat nur in eine Richtung funktioniert, was ja auch letztendlich zum Zusammenbruch geführt hat, die bösen Franzosen mal wieder ;-)). Die Definition, dass die Waren und Dienstleistungen eines Währungsraumes den Gegenwert zur Währung darstellen, passt auch nur halb. Beweisen Inflation und Krisen immer wieder aufs Neue. Aber ich weiche ab. Wenn der Staat bei einem Thema eine Staatshoheit hat und haben sollte, dann bei der inneren und äußeren Sicherheit. Ansonsten können wir uns auch alle Ausgaben für Militär, Polizei, Geheimdienste usw. sparen und private Dienste engagieren. Oder wir lassen die USA sowohl unsere Landesverteidigung als auch unsere innere Sicherheit übernehmen. Dafür zahlen wir dann eben soviel, wie uns das jetzt kostet. Gleiche Kosten, kein Stress. Ist doch alles in Butter.
Ich muss diesen Artikel jetzt ganz schnell online stellen, es war nicht geplant, soviel über dieses Thema zu schreiben.
von Chriss - veröffentlicht in: Politisch
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